Paula und Johannes von Perger

Am Anfang war der Apfel

Es ist schon über 50 Jahre her, dass Maximilian von Perger mit nichts als Idealismus nach Breitbrunn am Ammersee kam. In der oberbayerischen Idylle wollte er den Krieg hinter sich lassen und eine Zukunft aufbauen. Wenige Jahre später entdeckte der Elektrotechniker seine wahre Liebe für Fruchtsäfte. Aus den Bremszylindern eines Eisenbahnwaggons baute er die erste Obstpresse und legte damit den Grundstein für ein erfolgreiches Familienunternehmen: die Kelterei Perger.

Im Geiste reifte der Gedanke, Anbau und Verarbeitung auf einem eigenen Grundstück zu vereinen. 1956 wurde dieser Traum zur Wirklichkeit. Auf damals zwei Hektar Land pflanzte Maximilian von Perger aromatische Apfelsorten und schwarze Johannisbeeren an. Anfang der 70er Jahre zog nach und nach die Technik im aufblühenden Familienbetrieb ein. Eine moderne Abfüllanlage, Pflückmaschinen und eine automatische Presse machten es möglich, die Produktionsmenge von 500 Flaschen pro Jahr stetig zu steigern. Die Grundsätze von einst haben sich jedoch nicht verändert: Auch für Johannes von Perger, der das väterliche Unternehmen 1986 übernahm und in einen Bioland-Betrieb verwandelte, ist Qualität die oberste Prämisse. Aus diesem Grund werden die Früchte erst dann geerntet, wenn sie ihren optimalen Reifezeitpunkt erreicht haben. Pflückfrisch werden sie so schonend wie möglich verarbeitet, um das Aroma und die wertvollen Inhaltsstoffe zu bewahren.

Heute finden jährlich fast zwei Millionen Flaschen mit Perger Bio-Fruchtsäften, -Schorlen, -Sirupen und -Limonaden über Lieferdienste und Ladentheken, Hotellerie und Gastronomie den Weg zum anspruchsvollen Verbraucher. Aber nicht nur die produzierten Mengen, sondern auch die zwischenmenschlichen Beziehungen sind seit den Anfängen gewachsen. Langjährige, verlässliche Partnerschaften mit ökologischen Obstbauern symbolisieren auf besondere Weise, was bei Perger wirklich zählt: die Liebe zu Mensch und Natur. Und gerade deshalb hat Johannes von Perger die ökologische Ausrichtung seines Betriebes konsequent fortgesetzt.